Bewegende CATO Konzerte im Süden

Unter dem Titel „Leben will ich, leben, leben“ wurde im Oktober die musikalisch-literarische Würdigung der Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beek an zwei Orten aufgeführt: In der Kirche St. Bernhard in Baden-Baden und in der mit 450 BesucherInnen ausverkauften Kulturkirche Maria Magdalena in Freiburg.
Für die Text-Musik-Collage verknüpfte der Komponist Helge Burggrabe Auszüge aus Catos Briefen verschiedener Lebensabschnitte, die auch ihre Lebensfreude, ihre Liebe zu den Menschen, zur Natur und Literatur widerspiegeln mit einigen ihrer Lieblingsmusiken. Dabei reichte die Musik von Johann Sebastian Bach bis zu Schlagern aus den 1930iger Jahren wie „Bei Mir Bistu Shein“. Zudem schrieb Burggrabe neue Vokalkompositionen zu Texten von Cato und solchen, die ihr viel bedeuteten, wie das Bibelzitat: „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die Liebe treibt die Furcht aus.“ Bei beiden Konzerten brachte das Vokalensemble SJAELLA die Musik eindrucksvoll zu Gehör.

Die berührenden Original-Texte der Cato wurden von der bekannten Filmschauspielerin Julia Jentsch gelesen, die bereits Sophie Scholl im preisgekrönten Kinofilm spielte. Stephan Möller-Titel interpretierte die männlichen Rollen und als Erzähler führte der Sprecher Lorenz Meyboden durch die beiden Konzertabende. Die Lichtgestaltung in Freiburg lag in den Händen von Michael Suhr. Es waren berührende Konzerte, die an beiden Orten mit stehenden Ovationen vom Publikum bedacht wurden.

Weiterführende Links:
Ein Trailer zum Konzertfilm mit den Mitwirkenden der CATO-Konzerte
Die ausführliche Radiosendung des Deutschlandfunks zu Cato Bontjes van Beek
Beitrag des Deutschlandfunks „Die Liebe treibt die Furcht aus“ vom 26. Januar 2025

Die CATO Konzerte werden unterstützt und mit ermöglicht durch den Förderverein musica innova e.V..